Frust im Job? Das muss nicht sein!

Gründe und was dagegen hilft

Jeder hat mal Tage, an denen der Job keinen Spaß macht. Unliebsame Aufgaben stehen an oder die Bürokollegen nerven. Kennt jeder und das geht vorüber.
Doch was, wenn grundlegende Punkte der täglichen Arbeit zur dauerhaften Unzufriedenheit führen? Dr. Nico Rose hat in einer Studie über 900 Arbeitnehmer zum Thema Arbeitsfrust befragt. 

Was löst Frust aus?

Hauptursache für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist ganz allgemein das Thema Ressourcenmangel. Das kann das zur Verfügung stehende Budget betreffen oder aber die Mitarbeiterzahl. Ohne angemessene Mittel stößt auch der beste Mitarbeiter an seine Grenzen und entwickelt Frust. 
Stark belastend sind auch fehlende Karrierechancen und wenig Vertrauen ins Management.

Übrigens: Laut der Studie landet das Thema Gehalt nur auf Platz sechs. 

Hier einmal die Top 10:

  1. Ressourcenmangel
  2. Fehlende Karriereoptionen
  3. Wenig Vertrauen ins Management
  4. Kaum kritisches Feedback
  5. Kaum positives Feedback
  6. Unzufriedenheit mit dem aktuellen Gehalt
  7. Übermaß an Bürokratie
  8. Mangelndes Potenzial für die Gehaltsentwicklung
  9. Mangelnde Qualität der direkten Führung
  10. Mangelnde Förderung

Und was macht man dagegen?

Bedacht handeln ist hier angesagt. Frust entsteht auf schon durch Kleinigkeiten und irgendwann ist es nur eine Kleinigkeit, die das Fass zum Überlaufen bringt. Zunächst sollte man sich Gedanken machen und dem Problem auf den Grund gehen. Dazu ist es sinnvoll, sich selbst einige Fragen zu stellen – und (hoffentlich) die passenden Antworten zu finden.

Was genau stört mich eigentlich?

Der erste Schritt ist sich selbst zu fragen, was genau eigentlich das Problem ist. Sind es die Kollegen? Ist es die Aufgabe? Ist es der Chef? Schreiben Sie Ihre Problem auf und überprüfen Sie, ob Sie selbst die Probleme lösen können. Hier kann es auch nützlich sein, sich zu fragen, wann Sie das letzte Mal glücklich waren in Ihrem Job. Das hilft herauszufinden, was sich verändert hat und gibt hilfreiche Tipps, wie man zu diesem Zustand zurück kommt. Halten Sie sich vor Augen, was Sie schon alles erreicht haben. Ihre Erfolge geben Ihnen neuen Antrieb und motiviert! 

Wie sieht die Idealvorstellung meines Jobs aus?

Stellen Sie sich einmal vor wie es bei der Arbeit wäre, wenn Sie es sich aussuchen könnten. Der Kollege geht zum Telefonieren in einen anderen Raum, Ihr Chef wird durch einen anderen ersetzt und Sie bekommen nur noch Aufgaben, die Sie gerne machen möchten. Klingt schön? Bestimmt – ist jedoch unrealistisch. Vergleichen Sie die Ist-Situation mit Ihrer Soll-Vorstellung. Sie werden schnell feststellen, dass es so nicht funktionieren kann. Betrachten Sie die Situation auch aus einem anderen Blickwinkel, als Kollege oder auch als Arbeitgeber.

Aus diesen Erkenntnissen können Sie eine Pro-und-Contra-Liste erstellen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung weiterhilft.

 

Kleine Tipps zur Verbesserung

  • Den Schreibtisch aufräumen – räumt auch das Gehirn auf
  • Ablenkung vermeiden – ziehen Sie sich mal in einen separaten Raum zurück
  •  Multitasking abschaffen – setzten Sie sich klare Prioritäten und Ziele oder erstellen Sie To-do-Listen
  • Ausgleich schaffen – sorgen Sie zwischendurch auf der Arbeit mal für etwas Spaß, das hebt nicht nur Ihre Stimmung. Ganz Wichtig: sorgen Sie ausserhalb der Arbeit für genug Bewegung, Spaß und auch Ruhe um Ihre Akkus wieder aufzuladen.

Lösungen entwickeln statt Probleme schaffen

Viele Dinge lassen sich durch Gespräche ganz leicht verbessern. Sprechen Sie offen an, was Sie belastet. Dabei immer auf den richten Ton achten.

Der Kollege telefoniert immer zu laut – sagen Sie ihm das ganz nett, vielleicht ist es ihm gar nicht bewusst

Ihr Vorgesetzter gibt Ihnen zu viele Aufgaben oder Sie sind mit Ihren aktuellen Tätigkeiten nicht mehr zufrieden – suchen Sie das Gespräch. Nur wenn Ihr Vorgesetzter weiß, dass sie überlastet sind, kann er handeln und verteilt die Aufgaben auf Kollegen, die mehr Kapazitäten haben. Wenn die Aufgabe an sich nicht mehr gefällt, gibt es möglicherweise intern eine andere Stelle, die sie besetzten können.

Die letzte Möglichkeit – der Jobwechsel

Haben all Ihre Bemühungen nicht geholfen und Sie sind dauerhaft unglücklich, sollten Sie handeln. Sehen Sie sich die vorher erwähnt Pro-und-Contra-Liste an. Ist die Contra-Seite wesentlich länger als die Pro-Seite, ist die Zeit für einen Wechsel wohl gekommen.

Bevor Sie jedoch den nächstbesten Job einfach annehmen, denken Sie wieder an Ihre Pro-und-Contra-Liste. Gleichen Sie ab, ob die Stellenbeschreibung Sie wirklich anspricht oder ob Sie große Kompromisse eingehen müssen. Bietet der potenzielle neue Arbeitgeber Ihnen das, was Sie sich wünschen? Daher ist es im Vorfeld wichtig, sich gründlich auf der Internetseite des Unternehmens umzusehen. Nützlich ist auch das Arbeitgeberbewertungsportal kununu, um weitere Informationen zu erhalten. 

Wenn Sie nach all Ihren Recherchen von dem Unternehmen überzeugt sind, treffen Sie sicher eine gute Entscheidung. Gute Tipps für Ihre Bewerbung & Karriere finden Sie auch hier in unserem Blog!

Sie möchten sich gerne verändern und denken über einen Wechsel nach? Dann zögern Sie nicht und nehmen telefonisch oder per Mail Kontakt zu unseren Personalberatern auf. Wir freuen uns, Ihnen bei Ihrem nächsten Schritt mir Rat und Tat zur Seite zu stehen!

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